Aderlass

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Der Aderlass ist ein ausleitendes Verfahren, bei welchem dem Patienten durch Punktion einer Vene Blut entnommen wird.

Der Aderlass ist eine der ältesten medizinischen Behandlungsformen. Über die Anwendung der Aderlass-Therapie wurde bereits in der frühen indischen Medizin (3000-1000 v. Chr.) berichtet. Der griechische Arzt Hippokrates (460-375 v. Chr.), der Begründer der Säftelehre (Humorallehre), führte den Aderlass in der westlichen Welt ein. Auch Galen (129-216 n. Chr.), der arabische Arzt Avicenna (980-1037 n. Chr.) und der deutsche Mediziner Christoph Hufeland (1762-1836) priesen diese Methode als Kardinalheilmittel der damaligen Medizin an. Aufgrund der übertriebenen und oft falschen Anwendung im späten Mittelalter kam der Aderlass in Verruf und geriet teilweise völlig in Vergessenheit. In den 1920er Jahren machte der österreichische Arzt Bernhard Aschner (1883-1960) die ausleitenden Verfahren und damit auch den Aderlass wieder populär. Heute ist das Verfahren ein wesentlicher Bestandteil einer naturheilkundlichen Behandlung und findet teilweise auch in der Schulmedizin Verwendung.

Die Humorallehre von Hippokrates basiert auf der Vorstellung, dass die Körperfunktionen von den vier Säften Blut, Schleim, schwarze und gelbe Galle gesteuert werden. Die Ausgewogenheit der vier Säfte ist die wichtigste Voraussetzung für Gesundheit, Krankheiten entstehen aufgrund einer falschen Mischung der vier Körpersäfte. Dieses Ungleichgewicht kann beseitigt werden, indem man überflüssige Säfte nach aussen ableitet. Beim Aderlass geschieht dies durch Blutentnahme aus einer Vene.
Ein Aderlass wirkt in erster Linie entstauend und leitet eine bestehende Blutfülle ab. Das entnommene Blut wird durch Körperflüssigkeit ersetzt, was eine Blutverdünnung (Hämodilutation) und eine verbesserte Durchblutung in den kleinen Blutgefässen bewirkt. Ausserdem werden durch den Aderlass schädliche Stoffe aus dem Körper ausgeleitet.

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